Wochenende in Bildern – 17./18. Dezember 2016

Samstag:

Der Morgen beginnt schön: Die Nacht war wirklich gut, Herr Schnute hat toll geschlafen – die zweite Nacht in Folge – und so wachen wir alle drei gut erholt auf und kuscheln noch ein bisschen. Herr Schnute möchte wohl für’s Erste nicht mehr in Schlafsäcken schlafen, sondern lieber mit unter meiner Decke kuscheln. Wenn wir dann dafür alle mehr Schlaf abkriegen, muss ich wohl in den sauren Apfel beißen und meine Angst, er könne im Schlaf unter der Decke ersticken, aushalten lernen… Ist vielleicht mit 14 Monaten auch nicht mehr so akut? Sind das schon die ersten Auswüchse des berühmten „Er wird immer mein kleines Baby bleiben“?

Da seine Haare inzwischen sehr lang sind und immer in die Augen fallen, kriegt Herr Schnute inzwischen standardmäßig ein Klämmerchen rein – abschneiden bringen wir (noch) nicht über’s Herz, sind doch seine allerersten Babyhärchen! Gefällt ihm auch gut, so sieht er mehr. Heute früh bestand er aber auf einem Haargummi, also kriegte er ein Zöpfchen, mit dem er sich dann begeistert im Spiegel betrachtete. <3
Weil es sooo süß aussah, wollte ich die Frisur fotografisch festhalten. Das fand Herr Schnute noch besser und wollte immer im Wechsel ein Foto gemacht bekommen und es dann anschauen.

Dann gab es erstmal ein gemütliches Wochenend-Frühstück!

Nach dem Frühstück muss dringend die Windelwäsche in die Maschine – ich bin mal wieder spät dran.
Passend dazu drückt Herr Schnute noch eine duftende Überraschung in seine aktuelle Windel und meint zum ersten Mal „Aa“, zeigt auf seine Windel und will sich diese herunterziehen. :O

Meine Oma hatte uns gestern auf den Anrufbeantworter gesprochen, darum rufen wie sie zurück und ich telefoniere länger mit ihr. Sie scheint immer einsamer zu werden, obwohl ihre Tochter (meine Mutter) nur 20 Minuten entfernt wohnt und die beiden eigentlich ein tolles Verhältnis haben. Meine Oma ist fast hundert, aber noch sehr fit – körperlich und geistig – allerdings lässt sich trotzdem nicht mehr leugnen, dass sie insbesondere körperlich langsam doch nachlässt. Ich habe langsam den Eindruck, meine Mutter (zu der ich seit Jahren keinen Kontakt mehr habe) ist mit der Sterblichkeit meiner Oma überfordert und entfernt sich aus Angst vor dem irgendwann Unausweichlichen immer mehr… Oma scheint das zu spüren und erzählt ihr immer weniger ihrer Sorgen, damit sie sich nicht noch weiter entfernt – so zumindest meine Vermutung. Im Moment machen es Omas Beine nicht mehr so gut, sie werden öfter zittrig und das erhöht die Sturzgefahr – wenn dann niemand in Reichweite ist und darüber Bescheid weiß, ist das echt ungut.

Es ist höchte Zeit für Herrn Schnutes Mittagsschlaf, inzwischen ist der Schnupfen überstanden und das Einschlafstillen klappt wieder problemlos! Den Rest des Mittagsschlafs verbringt er wieder bei Potter in der Trage.

Die erste Spülmaschine ist durch und es folgen heute vermutlich noch mindestens 2 – da ich gestern stark angeschlagen war, hat sich das Geschirr seit Donnerstag gestaut und wir müssen einiges abarbeiten.

Im Freundeskreis ist vor wenigen Tagen ein Baby geboren worden, da die Eltern etwas weiter weg wohnen, schicken wir erstmal eine Glückwunschkarte. Krümel inklusive. m)

Nachmittags fahren wir noch los um ein paar Erledigungen zu machen – unter anderem suche ich seit dem letzten Wocheneinkauf nach goldenen Klebesternchen für die Weihnachtskarten. Ich weiß nicht, was wir falsch machen, aber fündig werden wir wieder nicht… Bin ich die Einzige mit einer großen Schwäche für diese Sternchen? Wer verschickt denn Weihnachtspost ohne mindestens einen Stern auf dem Umschlag? Seltsame Sachen gibt’s…

Letzten Endes muss ich tatsächlich online welche kaufen, die hoffentlich Montag schon da sind – Daumen sind gedrückt!
Gefunden haben wir dafür die ebenfalls schon ziemlich lang gesuchten Fingerpflaster, immerhin!

Herr Schnute wollte, sehr zum Ärgernis oder aber zur Belustigung (je nach Gemütslage) der unfassbar vielen anderen Kunden, unseren Einkaufswagen alleine schieben. Da hat er Glück, dass ich überhaupt noch einen Wagen gefunden hatte, denn die waren an mehreren Stellen bereits vergriffen – hab ich so auch noch nicht erlebt. O.o

Wieder zu Hause mache ich mich an die Weihnachtskarten. Wir verschicken dieses Jahr zum ersten Mal welche – mit Kind konnte ich einfach nicht wiederstehen, lassen sich doch solche Karten sooo schön mit Kinderfotos gestalten. <3 Ich komme gut vorran und muss morgen nurnoch wenige beschriften (und am Montag hoffentlich mit Sternchen bekleben), dann können sie ab in die Post.

Sonntag:

Die Nacht ist unruhig, diesmal auch von mir selbst ausgehend – die Sorgen um meine Oma halten mich wach. Gegen fünf Uhr morgens sucht Herr Schnute Potter und verbringt den Rest der Nacht in der Trage. Immerhin konnte Potter gestern ausschlafen…

Nach dem Sonntagsfrühstück muss noch mehr Familienkram telefonisch geregelt werden: Potters Mama und Bruder wollten an Heilig Abend zu uns kommen, nun haben sich allerdings noch der zweite Bruder mit Familie superspät gemeldet und wollen die beiden auch an Hl. Abend besuchen und finden (wie so oft), dass sie doch Anspruch auf bevorzugte Behandlung hätten. Erstgeborene, ey (sorry!). Da der Teil der Familie derzeit nicht mit uns sprechen mag (es müssten noch einige Auseinandersetzungen aufgearbeitet werden, aber da hat unser Gegenüber leider keinen Bock drauf), kommt ein gemeinsamer Hl. Abend nicht in Frage, also heißt es entweder oder.
So Kram schmerzt mich in der Vorweihnachtszeit immer am meisten, gerade da ist mein Familienidylle-Bedürfnis am stärksten und – zumindest in unserer Verwandtschaft – ist da oft das größte Konfliktpotential und die meisten Streits… Alles doof.

Herr Schnute und ich hören bei dem Telefonat nur mit und lösen ein schwieriges Puzzle. Das macht ihm zur Zeit großen Spaß, da es immer häufiger klappt, die Teile an die richtige Stelle zu setzen.

Die Windeln sind schon wieder trocken – mit Kind ist so eine Fußbodenheizung gleich in mehreren Angelenheiten sehr praktisch – ich kann sie also wieder falten und ins Regal sortieren.

Am Nachmittag gibt es zur Stärkung erstmal eine Bananenmilch – wir haben alle drei noch nix zu Mittag gegessen und ich brauche eine Überbrückung…

Herr Schnute kriegt eines seiner Lieblingsessen: Erbsen mit Gemüsetortellini und Räuchertofu. Er kann Unmengen an Erbsen verdrücken, ich bin jedesmal wieder erstaunt!

Den Nachmittag über basteln wir Geschenke fertig und ich schreibe die restlichen Weihnachtskarten. Als Nachmittagssnack gibt es für Herrn Schnute und mich eine Orange, die liebt er zur Zeit. Von Tellern hält er allerdings immernoch nicht sonderlich viel, darum schüttet er die Orangenstückchen in seine Sortierbox.

Am Abend lese ich noch auf Twitter, dass die Zwillinge von Herrn Paul da und anscheinend alle wohlauf sind, worüber ich mich sehr freue – da fiebere ich schon eine ganze Weile mit, nicht nur weil der große Bruder der Zwillinge (tatsächlich zufällig) fast den gleichen Spitznamen wie unser Kind trägt. <3

Mehr Wochenenden in Bildern und die Initiative dazu findet ihr bei geborgen wachsen.

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