Wochenende in Bildern – 22./23. Juli 2017

Laufnase, Familienbesuch und sehr viele Duplo-Kunstwerke.

Samstag:

Nein, so eine Nacht hätte es wirklich nicht gebraucht… Irgendetwas quält Herrn Schnute ganz fürchterlich und er wacht alle halbe Stunde schreiend auf. Potter erbarmt sich mitten in der Nacht und verfrachtet ihn in die Trage, damit ich endlich mal eine nennenswerte Portion Schlaf abbekomme – die letzten Nächte waren nämlich nicht so viel besser.

Am Morgen hat Herr Schnute allen Kummer vergessen: Er will mit seinen neuen Duplosteinen spielen, die er vor ein paar Tagen zum Namenstag bekommen hat. Seit Tagen baut er bei jeder sich bietenden Gelegenheit Häuser, Laster, Bagger und Türmchen. So vollkommen konzentriert und vertieft haben wir ihn noch nie gesehen! Zwischendrin fliegen dann aber auch mal ein paar Steine und es ertönt ein frustriertes: „Oh, klappt niieeest!“

Ein Teil der Wocheneinkäufe liegt noch herum und muss verräumt werden. Das macht mir absonderlicherweise viel Spaß, besonders, wenn ich dabei Dinge auffüllen darf.

Herr Schnute ist im Glück: Nachdem wir ihn seit Wochen versuchen davon abzuhalten, die grünen Tomaten im Garten zu pflücken, sind nun die ersten reif und er darf endlich ran! So ganz geheuer ist ihm das Ganze allerdings wohl nicht, zumindest möchte er diese Tomaten lieber nicht essen. Er begnügt sich mit vorsichtigem Anbeißen und gibt sie dann großzügig weiter…

Der Grund für die fiese Nacht wird von Stunde zu Stunde offensichtlicher: Herr Schnute hat Schnupfen! Das ist hier unfassbar selten der Fall, darum ist er auch mehr als irritiert von all dem Zeug, dass aus seiner Nase fließt. Vermutlich hat er nachts ziemliche Atemprobleme bekommen und deswegen immer wieder derart panisch geschrien.

Der Mittagsschlaf endet leider ähnlich: Völlig verschwitzt wacht er auf, schreit, weint und ist quälend lange nicht zu beruhigen…

In der Zwischenzeit hat Potter versucht den Rasen zu mähen, kam allerdings nicht weit, denn mittendrin gibt dieser den Geist auf. Ist jetzt nicht so ein großes Wunder, er scheint schon bald 20 Jahre auf dem Buckel zu haben… O.O

Was machen wir am Nachmittag als erstes: Richtig, noch mehr Duplokram bauen. Das Figürchen (trotz Schnurrbart heißt es hier „Kind“) hat einen Altar. Hier ist zwar niemand gläubig, aber nun gut.

Morgen feiern wir im kleinen Kreis Potters Geburtstag nach und er hat sich einen Ameisenkuchen gewünscht.

Den Teigspatel abschlecken ist jetzt nurnoch einem vergönnt…

Während der Kuchen im Ofen backt, lerne ich ein bisschen Holländisch, damit wir im Urlaub nicht völlig aufgeschmissen sind. Dabei habe ich quasi Heimvorteil: Da ich am Niederrhein und direkt an der holländischen Grenze aufgewachsen bin, ist mir die Sprache nicht ganz fremd – und niederrheinisches Platt ist verdammt oft sehr ähnlich!

Sonntag:

Die Nacht auf Sonntag hätte sooo schön sein können. Der Schnupfen scheint schon wieder abzuklingen und Herr Schnute schläft wie ein Stein. Und ich? Ich hab Migräne. Super.
Damit wenigstens einer von uns fit genug für die Fahrt zur Oma ist, lasse ich Potter so lange wie menschenmöglich schlafen und übergebe Herrn Schnute dann an ihn, nehme Migränemedis ein und schlafe noch etwas.

Währenddessen, ihr ahnt es schon, erlebt „das Kind“ wieder allerhand Abenteuer. Diesmal kriegt es einen Bagger.

Die beiden gehen noch Brötchen holen und Herr Schnute hat Glück: Es gibt Brezeln mit Kürbiskernen – zwei Dinge, die er liebt!

Beim Frühstück weiht Potter ihn dann in die hohe Kunst der schwäbischen Butterbrezel ein. ^^

Der Kuchen scheint toll geworden zu sein. Jetzt fehlt nur noch eine dicke Schicht Kuvertüre – das möchte Herr Schnute sich nicht entgehen lassen.

Nach dem Mittagsschlaf geht es endlich zur Oma (Potters Mama). Herr Schnute freut sich unbändig auf sie und seinen Onkel – und auf die Mini-Traktoren. <3

Geburtstagskerzen gibt es auch noch für das ganz, ganz große Kind.

Bei Potters Mama ist immer irgendwo etwas Bezauberndes zu finden – wie dieses kleine Kunstwerk hier.

Länger sitzen und plaudern ist nix für Herrn Schnute, es zieht uns wieder nach draußen, zum Dorfspielplatz.

…der bietet Unterhaltung für alle Alterstufen. ^^

Potter und sein Bruder klettern hoch hinaus – klar, dass da auch der Kleinste hinterherwill.

Auch der Garten von Potters Mama ist ein einziges Kunstwerk. An jeder Ecke gibt es Kleinigkeiten und Schönes zu entdecken.

Vieles wirkt zufällig, das meiste ist es nicht.

Die ersten Brommberen sind reif! Nachdem Herr Schnute vor ein paar Wochen schon die üppigen Johannisbeersträucher plündern durfte, darf er auch hier wieder probieren und naschen.

Ich kriege auch ein paar ab – ein bisschen Sonne dürfen sie aber meinem Geschmack nach schon noch abbekommen.

Es wird spät. Während ich das Auto belade, kuschelt Herr Schnute noch mit seinem Onkel und lässt sich vorlesen.

Auf der Rückfahrt schaut er noch der vorbeiziehenden Landschaft hinterher, hört unserem Gemurmel zu und schläft dann glückselig ein.

Mehr Wochenenden in Bildern und die Initiative dazu findet ihr bei geborgen wachsen.

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